Ein Tag in der Alpinflugwoche

Frei nach dem Motto " A Day at the Races, a Night at the Opera",  hier nun die Beschreibung eines typischen Tages in der Alpinflugwoche

 

Von 8-10 Uhr gibt es Frühstück vom Buffet, der Eine steht früher auf, der Andere später, insofern bleibt es jedem überlassen, wann er erscheint.

Hektik lohnt auch nicht, da man ohnehin den ganzen Tag Zeit zum Fliegen hat.
Während des Frühstücks wird dann darüber diskutiert, wie die Wetterprognosen sind und
welche Hänge wohl am besten geeignet sein werden.


Die ersten Piloten fangen dann auch schon um diese Zeit mit dem Fliegen am Hotel an.
Bei Westwind wird direkt am Hotel vor dem oberen Bastelraum und vor der Hotellterrasse geflogen.
Je nach Bedingungen mit kleineren Schaumwaffeln wie Motte, Alula, oder Flexyfly. Oft sind um diese Zeit aber auch schon
die ersten HLG, F3J/F3B und kleinere GfK-Segler mit guter Leistung, wie der Minivision unterwegs.

Zwischen den Schaumwaffeln findet meist ein kleiner Combat statt, aus diesem Grund empfehle ich Piloten mit
den besseren Modellen etwas Abstand zu den Schaumwafffeln.

So früh am Tag werden auch häufiger E-Segler aller Art eingesetzt, denn die Verhältnisse sind manchmal noch nicht so beständig.
Um die Zeit kann man auch schon Richtung Skilift gehen und hat dann mit F3B/F3J schon sehr gute Bedingungen.

Normalerweise teste ich mit dem Cluster die Bedingungen, der Ehrgeiz ohne Motor auszukommen wird oft, aber nicht immer befriedigt.


Bei Ostwind startet man auf der anderen Seite am Bänkli oder manche Piloten laufen auch

schon mal kurz zum Schalmi.
 
Gegen 11 Uhr macht man sich dann abmarschfertig für Skilift und eventuell dann weiter zum Lavey, oder eben Metsch.
Bei Ostwind stehen Schalmi oder Luegli zur Auswahl.
Abmarsch ist dann meist so zwischen 11.30 und 12.30

Da die Leute unterschiedlich fit sind, wird aber nicht als geschlossene Gruppe gelaufen,
jeder läuft in seinem Tempo, und für die, die den Weg nicht kennen, findet sich jemand der mit denen läuft.
Wenn man dann einmal dort war, kennt man den Weg ja.
Einzeln zu Laufen birgt auch keine größeren Gefahren, da die Wege einfach zu begehen und eindeutig sind,
alles ist quasi in Sichtkontakt zum Hotel und man kann sich quasi nicht verlaufen.

Die entfernteren Hänge hat man nach einem Spaziergang von 30-45 min erreicht, und dann stärkt man sich meist erst mal aus dem
eigenen Rucksack.

Bei Sonneneinstrahlung ist ab 12.30-13 Uhr dann auch schon Thermik zusätzlich zum Hangwind vorhanden, am Anfang weiter verteilt und etwas schwächer, später bilden sich dann immer wieder die gleichen "Tankstellen für Höhe."
 

 


Bei stärkerem Wind trägt es dynamisch, wie die Schweizer sagen. Man fliegt dann einfach im reinen Hangaufwind, oder man versucht sich im DS (Dynamic Soaring ) am Schalmi.

Abhängig von den Wetterbedingungen fliegt man dann so bis 17 Uhr bei besonders guten Bedingungen kommen manche auch erst gegen
18 oder 1830 Uhr zum Hotel zurück. Das ist individuell unterschiedlich. Der eine hat nach mehr als 4 Stunden noch nicht genug und der andere will lieber nach 2 Stunden wieder zurück und noch auf der Hotelterrasse bei einem kühlen Getränk oder Kaffee mit Kuchen entspannen. in den allermeisten Fällen findet man dort dann auch schon gleichgesinnte und man kann sich dann über die Tagesgeschehnisse /-erlebnisse  austauschen.

Wer nicht weit laufen möchte oder kann, der findet eigentlich den ganzen Tag Möglichkeiten in Hotelnähe.
Unterhalb des Hotels oder am Skilift kann man auch große Segler mit Klapptriebwerk gut starten und landen.
Der Vorteil hierbei, die Sonnenterrasse des Restaurants wartet mit einer reichhaltigen Karte den ganzen Tag über auf Gäste.

Ab 18.30 Uhr gibt es Abendessen vom Buffet, mit Suppe , Salatbuffet, Vorspeise(n), Hauptgericht(e) und das Dessert wird dann serviert.

Salatbüffet

Auch wenn für manchen Aussenstehenden der Eindruck entstehen könnte, es ginge dabei nicht gerecht zu

So steckt hinter jedem Bild eine eigene Geschichte und so mancher ist beim Abendessen endgültig zu Hochform aufgelaufen.

 

Üblicherweise essen wir gemeinsam zu Abend und da werden dann die Tageserlebnisse verarbeitet.
Oft wird dann auch schon diskutiert, wie man die Folgen von verunglückten Landungen im Bastelraum wieder am besten behebt und nicht
zuletzt auch, wer die geeigneten Materialien und Werkzeuge dafür dabei hat.

Nach dem Abendessen findet dann meist noch das individuelle Funprogramm statt.

Schaumwaffel F3F, F-Schlepp mit Epp-Modellen, Hotliner, extrem motorisierte Funjets usw.
Wer sich berufen fühlt, kann seine Talente zeigen.

Wenn es dann langsam Nacht wird, dann werden die Schäden des Tages behoben.

Und wenn dann der Klebstoff aushärtet, sitzt man in gemütlicher Runde zu einem Absacker beisammen

und hofft, dass sich der Wetterbericht für den nächsten Tag erfüllen oder nicht erfüllen möge,

je nachdem ob die Prognose gut oder schlecht war.